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Beispiel 2

Planungshilfen

Fazit

Literatur

   

 


Beim Turnen an Geräten und Gerätkombinationen lassen sich unzählige Sinneseindrücke wahrnehmen und empfinden. In vielen Situationen sind es nicht nur Wahrnehmungen sondern Erlebnisse, die mit starken Gefühlen verbunden sind.
Nicht jeder Sportler ist aus dem selben Grund aktiv. Der eine sucht die Herausforderung und den Nervenkitzel, der andere eine gesellige Runde und der dritte möchte etwas für seine Gesundheit tun. Diese Sinnrichtungen, oder auch Sinnperspektiven, sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
 

 
Sinnrichtungen Was ? Warum? Wie?
 Spannung Wagnis
Abenteuer
Risikoerfahrung
Gefahrenbewusstsein
Mit Risiko behaftete Turnarrangements:
Mutsprung, Balancieren,
 Schaukelsituationen
 Eindruck außergewöhnliches
sensationelles
Körper-, Raum-,
Geräte- und Sinneserfahrungen
Tempo
verschiedene Körperlagen
mit geschlossenen Augen
 Gesundheit Wohlbefinden
Ausgleich
Spaß
spielbetonte Haltungsschulung
Körpererfahrung
gut lösbare Turnsituationen:
spielerisch Kraft,
Beweglichkeit, Koordination
 Kooperation gemeinsame Bewältigung
Kontaktaufnahme
Aufbau gegenseitigen Vertrauens
soziale Erfahrungen
Helfen in Risikosituationen
Partner- und Gruppenturnen
gemeinsame Spielaufgaben
suchen, finden und lösen
 Ausdruck Kreativität
Originalität
individuelle Persönlichkeit
Darstellen von Bewegungen
Turn-Spielthemen:
Zirkusturnen
Schiffreise, Baustelle
 Leistung erreichbares Könnensniveau
subjektiver Leistungsanspruch
Könnenserfahrung
Selbstkompetenz
funktionale Spielformen
Spielturnabzeichen
Staffeln

 

 

Der Lehrer bzw. Übungsleiter versucht die angestrebten Sinnrichtungen seiner Gruppe einzuschätzen. Die Kenntnis über die Perspektiven hilft ihm, einen motivierenden Unterricht zu gestalten, indem er Turnsituationen anbieten kann, die darauf besonders eingehen. Um jedoch eine ganzheitliche und mehrperspektivische Ausbildung zu gewährleisten, ist das Ansprechen aller Sinnrichtungen geboten.

Im Folgenden geht es um die Bewegungsaufgaben. Wir unterscheiden hier vier Aufgabenbereiche: Spielen, Gestalten, Wetteifern, Leisten.

Spielen

Spielen ist die dem Kind angemessene Formen, sich mit seiner Umwelt auseinander zu setzen. Es ist gekennzeichnet durch Handlungs-, Zweckfreiheit und Mehrdeutigkeit.
 
" Wie ... ? "
" Was fällt dir ... ein? "
  

Gestalten

Gestaltungsaufgaben sind durch Ausdruck und Kreativität charakterisiert. Oft wird ein Rahmenthema gestellt, zu dem dann Landschaften gemeinsam geplant und gebaut werden.

" Bewege dich wie ... ! "
" Wie kannst du ... umbauen? "
   

Wetteifern

Der Wetteifer (Konkurrenz) gilt als Triebkraft menschlichen Handelns. Er ist grundsätzlich zu bejahen, da er ein hoher Ansporn zur Leistung sein kann, andererseits muss aus pädagogischer Sicht darauf geachtet werden, dass kein aggressives oder unfaires Verhalten entsteht.

" Wer ist ... ? "
" Wer kann ...? "
  

 Leisten

Leisten und Leistung kann hier aus medizinischer, sozialer, lerntheoretischer und pädagogischer Sicht gesehen werden.  Leistung kann sowohl das Ergebnis einer Handlung (Produkt) sein, als auch der Weg dorthin (Prozess).

" Kannst du ... ? "
" Versuche ... ! "
 

Die Übergänge des Spielens im Turnen zu den Bereichen Gestalten, Wetteifern und Leisten sind häufig fließend. Oft kann eine Spielform in eine Zielform weitergeführt werden. Zum Beispiel vom Purzelbaum zur Rolle vorwärts, oder vom Schaukeln zum Grundschwung an den Ringen.

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